Volumen versus Ertrag

Volumen versus Ertrag

When the incentives offered prioritize growth over stability, we successfully build large, unstable organizations. (Simon Sinek,www.startwithwhy.com) Was frei übersetzt heisst: wenn angebotene Inzentivs den Anreiz für Wachstum über Nachhaltigkeit stellen, dann bilden wir erfolgreich grosse und instabile Organisationen. Genau diese Situation wurde jahrelang in vielen Banken gelebt und wird auch heute noch gross geschrieben. Vielleicht fragen Sie sich, was das bedeutet und wie sich das zeigt. Die Intensivierung von Wachstum zeigt sich zum Beispiel beim Relationship Manager, denn seine Zielvereinbarungen enthalten Angaben zum Wachstum. Das bedeutet für ihn, wenn er sein Wachstum nicht erreicht, bekommt er weniger Bonus, als weniger Einkommen. Das soll den Relationship Manager dazu animieren seine Anstrengungen darauf auszurichten, mehr Einalgen für die Bank zu gewinnen, die dann ertragreich verwaltet werden können. Dabei stehen die Banken mit ihrer Definition von Zielen immer im Spannungsfeld mehr Einlagen oder mehr Ertrag. Es offensichtlich, dass es einen Zusammenhang zwischen Einlagevolumen und Ertrag gibt. Je nach Manager schwanken die Banken hin und her welches gerade wichtiger ist.   Wenn Simon Sinek nun die These aufstellt, dass die Konzentration auf Wachstum, also das Fokussieren auf neue Einlagen, zwar grosse aber instabile Organisationen hervorbringt, dann bedeutet das auf die Banken und ihr Kunden bezogen Folgendes: Ein Relationship Manager, der ambitionierte Wachstumsziele erhalten hat, was in der Regel der Fall ist, wird dieser seine Tätigkeiten auf die priorisieren, die ihm am meisten neue Einlagen versprechen. Das heisst, er wird sich darauf konzentrieren neue potentielle Kunden zu treffen und er freut sich, wenn er attraktive Angebote in Neugeld offerieren kann. Das zeigen zahlreiche „Lockangebote“, die Banken erstellen, um mit höheren Zinsen für eine bestimmte...
Innovation heute

Innovation heute

Gerade bin ich auf dem Rückweg vom „Treffen der Industrieexperten“ bei ALLISTRO CAPITAL (www.allistro-capital.de), dem ich als Gast beiwohnen durfte. Das heutige Thema dort war Innovation im Mittelstand. Ein sehr spannendes und wichtiges Thema, denn nur Innovation schafft neue Arbeitsplätze. Alle anderen ersetzten Arbeitnehmer bei Pensionierung oder streichen Arbeitsplätze. Ausserdem ist doch Innovation ein spannendes und aufregendes Feld. Innovation im Mittelstand In dortigen Kreis erhielt ich Einblick, wie Innovation im Mittelstand gelebt und gefördert wird, dass sind natürlich nur die Einzelsituationen und wissenschaftlich nicht repräsentativ aber das ist mir nicht wichtig. Ich freue mich, dass ich hier auf diese positiven Fälle von Innovation schauen kann. Dabei habe ich gelernt, das das Ergebnis der Innovation nicht vorhersehbar ist, oh wunder, aber der Prozess, der dazu führen soll kann definiert werden. Das bedeutet, diese Unternehmen haben eine Achtsamkeit für Innovation entwickelt, sie fördern sie. Es wurde berichtet das sie teilweise  das Ziel haben 20-30% der Jahresumsätze mit Innovativen Produkten zu erzielen. Ein Unternehmen mit einer über 100jährigen Geschichte berichtete, wie die gesamte Organisation, die Prozesse bis hin zu den Arbeitsverträgen auf Innovation ausgerichtet ist und sie damit sehr erfolgreich sind. Selbstverständlich gibt es auch in dieser Umgebung Projekte die lange verfolgt werden und dann nach 10 Jahren doch abgeschrieben werden müssen. Diese werden aber nicht bedeutungslos vernichtet sondern in einer Datenbank geparkt und in ca. drei Jahren wieder angeschaut und geprüft, ob sich eine Wiederaufnahme lohnt. Das zeigt, dass Innovation auch ein holpriger Weg sein kann und man ab und zu einen langen Atem braucht, da gilt es Durchhalten und nicht so schnell aufgeben. Die „old economy“ in die digitale Welt...
Wie vermeide ich hausgemachte Investmentfehler und erhöhe dadurch nachhaltig meine Performance?

Wie vermeide ich hausgemachte Investmentfehler und erhöhe dadurch nachhaltig meine Performance?

Wer über Vermögen verfügt, beschäftigt sich zwangsläufig mit der Frage, was mache ich damit. Sehr viele davon entscheiden sich zu investieren, auch zu investieren an den Finanzmärkten. Die dortigen Möglichkeiten sind mannigfach und komplex zu gleich, das gilt sowohl für Profis als auch für Semi Professionelle. Doch bevor die ersten jetzt vielleicht den Mut verlieren, gibt es auch eine gute Nachricht. Mit einer guten Struktur, einem professionellen Ansatz können viele Fallstricke vermieden werden.   organisiert + transparent + messbar = professionell   Man kann fast überall lesen, der Investmentansatz oder der Investmentprozess soll „professionell“ sein. Doch was heisst das überhaupt? Was macht einen professionellen Investmentprozess aus? Wenn Sie sich diese Frage stellen, sind Sie schon auf dem richtigen Weg. Denn ein grosser Fehler ist es, sich diese Frage erst gar nicht zu stellen und alle diesbezüglichen Fragen aus dem Bauch heraus zu beantworten. Da erinnere ich mich an den 11. September 2001. Es war in Deutschland ein herrlicher Herbsttag mit blauem Himmel und Sonnenschein. Ein damaliger Kollege, der mir gegenüber sass sprach am Vormittag mit einem Kunden am Telefon und plauderte, da fielen Sätze wie „ Heute ist das Wetter so schön, ich glaube, das ist ein guter Tag um Aktien zu kaufen“. Der Rest ist Geschichte. Wir alle kennen solche Entscheidungen. Wenn wir mit Ihnen unserer wahren Intuition folgen, sind sie auf jeden Fall berechtigt und oftmals auch sehr gut. Im Rahmen der Investition von Vermögen lege ich all meinen Lesern mehr Struktur ans Herz. Wie diese Struktur gestaltet wird, da kann, soll und darf natürlich wieder die eigene Intuition hineinfliessen.   „Big Picture“ immer als Referenz nehmen...